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Ausstellung | Sieboldmuseum | 17 Uhr

Sonderausstellung im Sieboldmuseum – Engelbert Kaempfers Album mit Bildern japanischer Tempel und Gebäude vom 03. Juni bis 26. August 2017

1690 bis 1692 - 130 Jahre vor Philipp Franz von Siebold - hielt sich der Lemgoer Arzt und Naturforscher Engelbert Kaempfer (1651-1716) in Japan auf. Seine "Geschichte und Beschreibung von Japan" erschien posthum und hat das europäische Japan-Bild der Zeit nachhaltig geprägt. Wie später sein Würzburger Mediziner- und Forscherkollege Siebold erwarb er in Japan Objekte, Bücher und Bilder - diese Sammlung wurde nach Kaempfers Tod von Sir Hans Sloane angekauft und befindet sich seitdem in der British Library in London.

Ein lange unbeachtet gebliebenes Konvolut von fünfzig japanischen Aquarellen von Tempeln und Gebäuden hieraus, das Kaempfer durch Vermittlung seines Dolmetschers erwerben konnte, wird in Auswahl vorgestellt (darunter auch zwei Objekte mit Ansichten aus der Würzburger Partnerstadt Otsu). Hierzu wurden die von einem unbekannten Künstler stammenden Bilder aus dem Album in hoher Qualität auf Papierschirme reproduziert. Ergänzend sind Kupferstich-Illustrationen aus Kaempfers 'Amoenitates exoticae' zu sehen, die ähnliche oder gleiche Motive zeigen. Schautafeln erläutern Leben und Werk Kaempfers und die Geschichte der Aquarell-Sammlung und stellen die beiden Japanforscher und ihre Tätigkeit einander gegenüber.

Die Ausstellung wurde vom Hexenbürgermeisterhaus in Lemgo erstellt und wird dem Siebold-Museum zur Verfügung gestellt, welches sie aus eigenen Beständen ergänzen kann.

Die offizielle Eröffnung der Ausstellung ist am Sonntag, den 04. Juni um 17.00 Uhr.