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Der Sammler und die Sammlerin

Regisseurinnen im Central: Beginn einer Reihe von Filmen von Agnès Varda.

Agnès Varda
Sie ist die Grande Dame des französischen Kinos, drehte sie doch 1954 mit „La Pointe Courte“ den ersten Film der „Nouvelle Vague“. Ihr Werk umfasst viele Dokumentarfilme, aber auch Spielfilme – darunter ihren größten Erfolg „Sans toit ni loi – Vogelfrei“ von 1985 und „Jacquot de Nantes“ (1991).
In diesem Jahr bekam sie einen Ehren Oscar für ihr Lebenswerk und wurde 90 Jahre alt. Aus diesem Anlass zeigen wir nochmals ihren jüngsten Film „Augenblicke – Gesichter einer Reise“, sowie „Les plages d’Agnès – Die Strände von Agnès“ und „Der Sammler und die Sammlerin – Les glaneurs et la glaneuse“.

 

Les glaneurs et la glaneuse
In dem an vielen verschiedenen Orten Frankreichs gedrehten Film wird die Praxis der Nachlese bzw. des Stoppelns überwiegend aus der Sicht der ländlichen Bevölkerung Frankreichs gezeigt. Das Recht der Nachlese bezieht sich ursprünglich auf das, was nach der Ernte auf dem Feld liegenbleibt. Der Dokumentarfilm interessiert sich für Sammler/Stoppler, aber auch für andere Typen von Sammlern: Jung und Alt, Bauern, Sozialhilfeempfänger, Angestellte, Rentner, in der Stadt oder auf dem Land. Menschen, die auf den Feldern nach der Ernte Zurückgebliebenes auflesen oder sich übriggebliebenes Obst aus den Bäumen pflücken oder Gemüse und Früchte, ungeeignet für die kommerzielle Verwertung, die von den Unternehmen und Geschäften zurückgelassen werden, einsammeln.
Der Film zeigt auch Menschen, die Gegenstände aus Mülleimern oder dem Sperrmüll am Straßenrand sammeln. Diese Gegenstände werden repariert und von den Menschen im Alltagsleben wiederverwendet, oder auch von Künstlern als Material für ihre Kunstwerke genutzt.

 

Europäischer Filmpreis für den besten Dokumentarfilm 2000

„Altersweises Doku-Essay, filigran und vielschichtig, das Bilder vom Rande der Gesellschaft mit sensiblen Reflexionen über das Alter und den Tod, das Filmemachen und die Fantasie verbindet, ohne darüber schwermütig zu werden.“
Filmdienst

 

Regie: Agnès Varda
Dokumentarfilm // F 2000 // 82 Minuten
FSK ab 0 J.