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Die Mörder sind unter uns

Der erste deutsche Spielfilm der Nachkriegsgeschichte

Berlin, Frühjahr 1945. Der Chirurg Dr. Mertens kehrt körperlich unversehrt, doch innerlich von Bildern des Grauens gequält, aus dem Krieg heim. Er trifft auf Susanne Wallner, deren Vater von den Nazis ermordet wurde. Sie selbst hat mit eisernem Willen das KZ überlebt und möchte ihren Lebenswillen auf den depressiven Mertens übertragen. Dieser begegnet zufällig seinem fr heren Hauptmann, Ferdinand Br ckner, der am Weihnachtsabend 1942 an der Ostfront den Befehl zu einer Vergeltungsaktion gegen die Zivilbevölkerung gegeben hatte. In letzter Minute kann Susanne Mertens davor bewahren, Selbstjustiz zu üben. Sie überzeugt ihn, dass Brückner vor ein ordentliches Gericht gehört.

Einen Antikriegsfilm zum 16. März im Gedenken an die Bombardierung Würzburgs im 2. Weltkrieg zu zeigen, greift eine Tradition auf, die Prof. Dr. Franz Rauhut vor vielen Jahren begründete. Rauhut war Romanist, Gründer des Filmseminars „Romania“ an der Universität und als Humanist Verfechter eines grundsätzlichen Pazifismus, aktiver Kämpfer gegen die Wiederbewaffnung Deutschlands, gegen Atomrüstung und die fortschreitende Militarisierung der Welt. Im letzten Jahr jährte sich sein Todestag zum 30. Mal. Herr Prof. Dr. Richard Schwaderer, einst Schüler von Prof. Rauhut, wird eine kurze Einführung zum Film und einen Einblick in das Wirken Rauhuts geben.

 

Veranstalter: „Florakreis Würzburg“ mit Arbeitsgruppe „Eine Straße nach Prof. Dr. Rauhut benennen“

 

Regie: Wolfgang Staudte
Darsteller: Hildegard Knef, Erna Sellmer, Hilde Adolphi
D(Ost) 1946 // 86 Minuten
FSK ab 12 J.