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Japan Special

Japanische Filme im Sieboldmuseum zum Internationalen Filmwochenende auf dem Bürgerbräu

Das 45. Internationale Filmwochenende zeigt im Siebold-Museum ein „Japan Special“ mit acht Filmen, die mehrere Jahrzehnte umspannen und die einen eindrucksvollen Einblick in die Kino- und Kulturlandschaft dieser Inseln des Sonnenaufgangs geben.

Stilbildende Elemente, die das westliche Kino übernommen hat, gibt es unzählige zu entdecken. Zwei Beispiele zeigen die Filme „Ugetsu Monogatari“ von Kenji Mizoguchi aus dem Jahr 1953 und „Yojimbo“, Regie Akira Kurosawa, aus dem Jahr 1961 – (von Sergio Leone als „Für ein Handvoll Dollar“ mit Clint Eastwood in der Hauptrolle 1964 adaptiert). (Ugetsu Monogtari Donnerstag 17:45, Yojimbo Donnerstag 19:45)

Das Essen ist in Japan auch eine Kunstform – wie toll, witzig und originell man mit dem Thema „Suppe“ (oscarpreisgekrönt) umgehen kann, erlebt man mit „Tampopo“. Der Film ist unter Liebhabern der japanischen Nudelsuppe Kult. (Freitag, 16:00)

Welche gesellschaftlichen Zwänge in Japan existieren, werden mit den drei Liebestragödien in dem Film „Dolls“ von Takeshi Kitano aus dem Jahr 2002 gezeigt. (Sonntag, 17:00)

Dass Takeshi Kitano auch anders kann, wird mit dem beinahe komisch anmutenden Yakuza-Thriller „Ryuzo and the Seven Henchmen“ eindrucksvoll belegt – auch dieser Film diente als Blaupause für eine westliche Adaption, „The Expendables“, wo ebenfalls in die Jahre gekommene Actionstars nochmal auf Krawall machen. (Samstag, 21:15)

Noch ein Oscarpreisträger, der sich mit dem Sterben in einer unglaublich berührenden und originellen Weise beschäftigt, ist „Nokan – die Kunst des Ausklangs“ aus 2008 von Yojiro Takita. (Freitag, 20:30)

Als Vertreter der Mangas wird „Miss Hokusai gezeigt, von Keiichi Hara aus dem Jahr 2015. Dieser Film beschäftigt sich mit den Ursprüngen dieser Zeichnungsthematik und vermittelt einen Einblick in die Ästhetik der Kaligrafie. „Miss Hokusai“ gilt als Festivalabräumer und repräsentiert wirklich eine Kunstform. (Sonntag, 15:15)

Und auch das ureigenste japanische Monster, das seit 1954 bisher in 32 japanischen und zwei amerikanischen Filmen zu sehen war, ist in der Verfilmung „Shin Godzilla“, aus dem Jahr 2017, Regisseure Hideaki Anno und Shinji, kennen zu lernen. Hier ist Gozilla wieder das zerstörende Monster, geboren aus Umweltsünden und radioaktivem Abfall. (Samstag, 19:00).

Möchten Sie sich über andere Veranstaltungen im Rahmen des Filmwochenendes informieren, besuchen Sie bitte die Webseite www.filmwochenende.de.

Karten erhalten Sie entweder über das Internet (Folgen Sie dazu einfach dem Link neben der gewünschten Vorstellung bei der Detailbeschreibung des jeweiligen Films auf der Homepage des Festivals.) Bitte beachten Sie, dass hier nur ein begrenztes Kartenkontingent zu Verfügung steht. Sollte also eine Vorstellung online ausgebucht sein, können Karten eventuell noch telefonisch reserviert werden (Reservierungsnummer 0931/78 02 38 88) oder persönlich an der Kasse erworben werden.