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Sonderausstellung im Siebold-Museum

Philipp Franz von Siebold Flora Japonica (1835 - 1870) gestern und heute

In einem prachtvoll illustrierten Tafelwerk – der ‚Flora Japonica‘ – stellte Philipp Franz von Siebold ab 1835 die Pflanzenwelt Japans umfassend vor. Viele, uns heute wohlvertraute Blumen, Büsche und Bäume hat der Würzburger Forscher aus Fernost erstmals in den europäischen Gartenbau eingeführt – zu einer Zeit, als „Blumisten“, Züchter und Parkbesitzer um Exotik wetteiferten. Die Entstehungsgeschichte des kostspieligen Druckprojekts von der getrockneten Originalpflanze über kunstvolle Aquarellskizzen bis hin zur handkolorierten, großformatigen Lithographie ist nicht weniger faszinierend als der Blick der Zeitgenossen auf die Schönheit der bis dahin weitgehend unbekannten Natur Japans. Doch auch heute noch lassen sich Künstlerinnern und Künstler aus aller Welt durch Siebolds botanische Tafeln wie auch die lebenden Pflanzen selbst inspirieren, etwas von deren Zauber und natürlicher Ästhetik einzufangen.

Die Ausstellung mit zahlreichen Leihgaben aus privaten und öffentlichen Sammlungen ist im Würzburger Siebold-Museum in der Frankfurter Straße 87 zu sehen. Das Museum ist täglich außer an Montagen von 14.30 bis 17.30 Uhr geöffnet.

An den Wochenenden und auf Anfrage gibt es Führungen durch die Ausstellung. Ein Ausstellungskatalog ist in Vorbereitung.