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43. Internationales Filmwochenende

Für das Internationale Filmwochenende Würzburg beginnt im Jahr 2017 ein neues Zeitalter: Erstmals findet das traditionsreiche Festival im neu gebauten Programmkino Central im Bürgerbräu statt. Mit seiner Mischung aus Gründerzeit-Industriearchitektur und modernster Projektions- und Audiotechnik ist das neue Central in kürzester Zeit zu einem Hotspot der Würzburger Kulturszene geworden. Drei Säle stehen fest zur Verfügung; derzeit arbeitet die Filminitiative daran, noch einen vierten temporären Raum für das Festival einzurichten.

Auch wenn der Abschied vom mitten in der Innenstadt gelegenen Mozartareal schwerfällt: Die Aufgabe, in dem unsanierten Gebäude immer wieder Spielstätten einzurichten und die für den Betrieb nötigen Genehmigungen zu erhalten, brachten die Organisatoren des Filmwochenendes in den letzten Jahren an ihre Grenzen. Im Bürgerbräu stehen ungleich bessere Voraussetzungen zur Verfügung. Und nicht zuletzt ist mit den Straßenbahnlinien 2 und 4 und der Haltestelle „Bürgerbräu“ (früher „Mainaustraße“) die Erreichbarkeit gesichert. Neben den Filmsälen selbst bietet das Bürgerbräu im Maschinenhaus Platz für eine geräumige Festival-Lounge, wo der Caterer „Wunschwerk“ kleine Speisen anbietet. Festivalkneipe ist die „87 Bar“.

Die Filminitiative Würzburg freut sich auf den Umzug in das wiederbelebte architektonische Kleinod im Stadtteil Zellerau und wünscht sich, dass auch die Stammgäste des Festivals diesen Umzug mitgehen. Es lohnt sich!

Das zeigt sich schon am ersten bestätigten Stargast beim 43. Internationalen Filmwochenende: dem Filmemacher Edgar Reitz. Der heute 84-Jährige ist vor allem durch seine Filmreihe „Heimat“ bekannt. Bereits seit 1953 ist er in der Filmbranche tätig und gehörte Anfang der 60er Jahre zu den Protagonisten des „Neuen Deutschen Films“.

Unter dem Titel „Hingabe an den Augenblick – eine Hommage an den Filmemacher Edgar Reitz“ ist beim 43. Internationalen Filmwochenende Würzburg eine Retrospektive mit frühen Kurz- und Langfilmen des Regisseurs zu sehen. Dabei laufen jeweils ein Kurz- und ein Langfilm nacheinander. Abschließend steht Edgar Reitz für ein Podiumsgespräch zur Verfügung

Außerdem wird der Schauspieler Mathieu Carrière in Würzburg zu Gast sein, einer der wenigen international bekannten deutschen Filmstars. Carrière erlangte bereits in jungen Jahren Ruhm mit hochkarätigen Literaturverfilmungen wie „Tonio Kröger“ (nach Thomas Mann) und besonders „Der junge Törless“ (nach Robert Musil).

Besonders umfangreich fällt in diesem Jahr das Kurzfilmprogramm aus: In gleich vier Filmblöcken ist dieses beim Publikum immer sehr beliebte Format 2017 zu sehen. Highlight ist der Besuch des Filmemachers Alex Schaad, der mit seinem Film „Invention of trust“ im August den „Studenten-Oscar“ 2016 gewonnen hat. Weitere Themenschwerpunkte betreffen das französische und das skandinavische Kino, das jeweils mit einer Vielzahl aktueller Produktionen vertreten ist.

Nach dem großen Erfolg der Stummfilmmatinee mit der Livemusik von Werner Küspert im letzten Jahr wird es 2017 gleich zwei dieser Veranstaltungen geben – eine traditionell am Sonntagvormittag und eine am späten Samstagabend.

Ab sofort können Filmfans sich die begehrten Mehrfachkarten sichern, die einen vergünstigten Einlass gewähren: die Zehnerkarte kostet 50 Euro, die Fünferkarte 30 Euro. Einzelkarten gibt es ab dem 26. Januar für sieben Euro.