Zum Hauptinhalt springen

Sibel

Im Central – In Kooperation mit der Gesellschaft für deutsch-türkische Freundschaft und dem Institut für Kultur-, Geschichts- und Integrationsstudien

Die 25-jährige Sibel lebt mit ihrem Vater Emin und ihrer Schwester Fatma in einem abgelegenen Dorf in den Bergen des Schwarzen Meeres der Türkei. Das Verhältnis zu den anderen Dorfbewohnern ist dabei recht schwierig. Nicht nur, dass Sibel stumm ist und ausschließlich mittels Pfeiflauten kommuniziert. Sie hält sich zudem nicht an die üblichen Gepflogenheiten, die dort herrschen. Als sie während einer ihrer Versuche, einen Wolf zu erlegen, der bei den Frauen Angst und Schrecken verbreitet, dem verwundeten Ali begegnet, wird die Situation noch komplizierter.

Eine unverheiratete Frau, die sich mit einem Deserteur trifft? Das ist zu viel für die traditionelle Gemeinschaft. Nicht einmal ihr Vater, der Bürgermeister des Dorfes, kann ihr nun noch helfen.

 

„Sibel nimmt uns mit in eine entlegene Gegend der Türkei, wo eine stumme 25-Jährige gegen die Traditionen anpfeift. Das hat viel über die Gesellschaft zu sagen und ist doch gleichzeitig märchenhaft. Ganz stark ist zudem die Hauptdarstellerin, die den Balanceakt zwischen unabhängig und sehnsuchtsvoll schafft, obwohl sie kein einziges Wort sagt.“
film-rezensionen.de

 

Regie: Çağla Zencirci, Guillaume Giovanetti
Darsteller: Damla Sönmez, Emin Gürsoy, Erkan Kolçak Köstendil
D/F/TR/LUX 2018 // 95 Minuten // FSK ab 12 J.