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Taxi Lisboa

Dokumentarfilm in Anwesenheit des Filmemachers Wolf Gaudlitz

Lissabon im Jahr 1996: In der Stadt, die einst über ein Weltreich herrschte, scheint die Zeit in endloser Erinnerung an eine glorreiche Vergangenheit stehen geblieben zu sein. Dieses Lebensgefühl dokumentiert sich in der „Saudade“, der in alten Liedern und Versen ausgedrückten schwermütigen Sehnsucht, und in der Schicksalsergebenheit des Fado, einer Körpersprache und Gesang verbindenden Kunstform. Zu den Menschen, die diesen nostalgischen Raum des fast Vergessenen dennoch mit Leben erfüllen, zählte auch Augusto Macedo.

Der beinahe 100-jährige Taxifahrer lenkte sein 70 Jahre altes Oldsmobile Cabriolet bis vor Kurzem durch die engen Straßen der Stadt und begegnete dabei den merkwürdigsten Charakteren – Menschen aller Nationen, die sich hier niedergelassen haben, um zu überleben, und die irgendwie alle miteinander zu tun haben.

 

„Wolf Gaudlitz, dieser Einzelgänger im europäischen Film, hat etwas anderes im Sinn als eine Erzählung. Taxi Lisboa ist ein poetisches Kaleidoskop, ein Stück Heimat am Rande Europas ... ungewöhnlich, poetisch und vor allem: liebenswert!“
Süddeutsche Zeitung

 

Regie: Wolf Gaudlitz
Dokumentarfilm // D 1996 // 86 Minuten
FSK ab 6 J.