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Verborgene Zeilen ...

aus der Kriegsgefangenschaft: In Anwesenheut des Autors Udo Pörschke und des Regisseurs Jorin Gundler – aus Anlass der Lesung von Udo Pörschke am Freitag, 23.Februar 2018, im Kunsthaus Michel

Udo Pörschke findet das Kriegs-Tagebuch seines Großvaters. Er übersetzt es und macht sich auf, ihm nachzuspüren. Heraus kommt Stoff für ein ganzes Buch und einen Film! Eine Reise, die exemplarisch das Schicksal von Millionen Kriegsgefangener lebendig werden lässt.
Im Jahr 2013 flatterte Udo Pörschke ein kleines Heftchen aus dem Soldbuch des Großvaters entgegen: „Notizen aus der Gefangenschaft 1945 bis 1949“. Ihm zitterten die Hände, als er die vergilbten Seiten mit den Erinnerungen durchblätterte, die 70 Jahre versteckt waren. Beim Lesen merkte er, dass er einen Schatz gefunden hatte. Pörschkes Großvater Martin Welz war schon 40, als er 1942/43 zwangseingezogen wurde. Sechs Jahre blieb er verschollen. Damals wohnte er mit Familie in Schweidnitz in Schlesien. Diese hatte die Heimat verlassen müssen und wohnte mittlerweile in Weiden in der Oberpfalz. Dort stand er plötzlich im Februar 1949 vor der Haustür. Das Thema Krieg wurde nie wieder erwähnt. Anhand des detaillierten Tagebuches begann Pörschke mit seinen Recherchen. Er schrieb unzählige Briefe, Mails und führte Telefonate, kontaktierte Gemeinden, Behörden, den Rot-Kreuz-Suchdienst, setzte Aufrufe in die schlesische Heimatzeitung – und machte sich schließlich mit seinem Freund und Kameramann aus Gerach auf die Spuren des Großvaters, zu seinen eigenen Wurzeln, aber auch auf eine lange spannende Reise, auf der er Zeitzeugen treff en konnte.

 

Regie: Jorin Gundler
Dokumentarfilm
D 2015 // 59 Minuten