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Memory Books

Filme zum Weltaidstag

Aids ist im Begriff, jede andere Katastrophe in den Schatten zu stellen, die Afrika in seiner Geschichte erlebt hat. Aids hemmt die Entwicklungsprozesse, bedroht die wirtschaftlichen Lebensgrundlagen und verändert die Kultur grundlegend. Die Krankheit zerstört Familien, löscht Generationen aus, macht Kinder zu Waisen und verändert die Netze von Verwandtschaftsbeziehungen, die seit jeher den Kern der afrikanischen Kulturen darstellen. In Uganda ist ein besonderes Projekt entstanden: Mütter schreiben in Memory Books ihre Familiengeschichte nieder, damit den Kindern eine Erinnerung bleibt und sie die Traditionen und Werte bewahren können. Die Kinder werden behutsam darauf vorbereitet, dass ihre Eltern sterben werden. In den Memory Books erzählen die Eltern – meist sind es die Mütter – ihre eigene Geschichte und die ihrer Familie. Sie berichten von ihrer eigenen Kindheit, von den Erinnerungen an ihre Eltern und sagen, was sie sich für ihre Kinder wünschen. Das Memory Book schenkt den Kindern später Trost. Wenn sie es lesen, ist es, als sprächen die Eltern zu ihnen.

 

Regie: Christa Graf
Dokumentarfilm // D 2008 // 94 Minuten
FSK ab 6 J.