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Der letzte schöne Tag

Film um einen Freitod – in Kooperation mit dem Krisendienst Würzburg mit Einführung und Gespräch

Es scheint ein ganz normaler sonniger Tag zu sein. Lars arbeitet auf dem Bau, Tochter Maike ist beim Eis essen und der jüngste Sohn spielt mit einem Freund. Sybille ruft bei jedem der Drei an. Nichts Besonderes, so wie sie es schon tausend Mal getan hat. Deswegen gibt es auch
keine überschwänglichen Gefühlsbekundungen. Von beiden Seiten nicht. Die Gespräche sind kurz, routiniert und zum Teil werden sie auch abgewürgt. Später am Tag ist Sybille tot. Sie hat sich für den Freitod in einem Wald entschieden. Für alle aus der Familie kommt diese Handlung wie aus dem Nichts. Jeder wird aus seiner scheinbar heilen Welt gerissen. Und da ist er dann, der Gedanke an das letzte Telefonat. Fragen prasseln wie Platzregen auf sie nieder: Hätte man nicht etwas mitbekommen müssen. Warum ist das Gespräch nicht bewusster geführt worden? Wieso hat man sich nicht wenigstens richtig verabschiedet? Nach der ersten Welle der Trauer gehen den Hinterbliebenen diese Fragen nicht mehr aus dem Kopf – hinter allem steht die große Frage nach dem Warum?

 

„Das (Fernseh-)Drama schildert eindringlich, wie sehr das Familiengefüge in Schieflage gerät und Trauer, Selbstvorwürfe und Wut den Hinterbliebenen zu schaffen machen. Um die Krise zu überwinden, müssen sie neue Wege beschreiten, Missverständnisse aus dem Weg räumen und neue Verhaltensweisen im Umgang miteinander einüben.“
Lexikon des internationalen Films

 

Regie: Johannes Fabrick
Darsteller: Wotan Wilke Möhring, Matilda Merkel, Nick Julius Schuck
D 20119 // 89 Minuten // FSK ab 12 J.