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Picherei

Bierfässer aus Holz waren traditionell im Inneren mit einer dünnen Pechschicht isoliert. So konnten die Gerbsäuren des Holzes nicht den Geschmack des Biers verändern. Wurde die Pechschicht im Fassinneren rissig, rau oder undicht, konnten sich Bakterien festsetzen und das Bier verderben. Deshalb kontrollierte der Braumeister vor dem Abfüllen des frisch gebrauten Bieres alle Fässer.

Das alte Pech wurde verflüssigt und aus denm Fass auslaufen lassen. Frisches Pech wurde in das Fass gefüllt und so lange gedreht, gewendet und geschüttelt bis sich das flüssige Pech im Fassinneren gleichmäßig verteilt hatte. Nach dem Abkühlen kamen die Holzfässer zur Reinigung und zur Abfüllung in die »Fasswichse«, den Fassreinigungsraum.

In der Picherei befindet sich jetzt der Kreativraum. In den großen und hohen Raum wurden kleine Büroeinheiten in Form von Hozboxen eingebaut. Hier haben sich kleine kreative Unterrnehmen, Start-ups und Künstler eingefunden. Sanitärräume und Küche sowie digitale wie analoge Infrastruktur wird gemeinschaftlich genutzt. Auf der Empore stehen außerdem Arbeitsplätze für temporäre Nutzung zur Verfügung. Ein Konzept, das nach Aussagen der Mieter hervorragend gelingt.